Cajeput – eukalyptusartiger Duft für die Winterzeit


Belebend, klärend und überraschend vielseitig. Das ätherische Öl des Cajeputbaumes schenkt neue Energie und innere Ausrichtung. Es ist ein wertvoller Begleiter für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Geschichte

Bereits lange bevor das Cajeputöl im frühen 17. Jahrhundert nach Europa gelangte, war es in Malaysia und auf anderen indonesischen Inseln aufgrund seiner therapeutischen Eigenschaft bekannt. Besonders geschätzt wurde es dort bei Erkältungen, Grippe, chronischem Rheumatismus sowie zur Behandlung von Cholera. Zudem kam es als schweisstreibendes Mittel zum Einsatz. Bei den Javanern und Malaien fand das Öl traditionell Verwendung gegen Fieber und Erkrankungen der Atemwege. Erst im 17. Jahrhundert soll das Öl durch die Holländer nach Europa gekommen sein. In Deutschland wurde es ab 1717 arzneilich genutzt, in Apotheken eingeführt und in Büchern beschrieben. Das Cajeputöl war damals ein rares und kostbares Heilmittel. Ab 1730 gelangten grössere Mengen aus Amsterdam in den europäischen Handel, wo es unter dem Namen «Oleum Wittnebianum» verkauft wurde, benannt nach einem Kaufmann, der das Öl in zahlreichen Schriften als wertvolles Heilmittel pries. Im 19. Jahrhundert entdeckte man seine Heilkraft auch in England und Frankreich. Bei den Ureinwohnern Mexikos und Australiens hingegen wird das Öl schon seit Jahrhunderten als Mittel zur Hautpflege verwendet.

Merkmale

Der Cajeputbaum (Melaleuca leucadendra var.cajuputi) ist eine Pflanzenart, die der Gattung der Myrtenheiden (Melaleuca) angehört. Diese wiederum ist Teil der Familie der Myrtengewächse, zu der auch andere bekannte Heilpflanzen wie der Teebaum zählen. Beim Cajeputbaum handelt es sich um einen immergrünen Baum, der je nach Standort und Wachstumsbedingungen eine beachtliche Höhe erreichen kann. Er wächst zwischen zehn und vierzig Metern hoch und ist somit eine stattliche Erscheinung in seiner natürlichen Umgebung. Besonders markant ist die auffällige Rinde des Baumes.

Sie ist von heller, fast weisser Farbe, sehr dünn und scheint papierartig. Diese Rinde lässt sich in langen, faserigen Streifen vom Stamm abziehen, was nicht nur optisch auffällt, sondern dem Baum auch seinen indonesischen Namen eingebracht hat. «Kayuputhi» bedeutet übersetzt «weisses Holz» und bezieht sich auf dieses charakteristische Merkmal, das für die lokale Bevölkerung seit jeher ein Erkennungszeichen dieser Baumart darstellt. Auch das Laub des Cajeputbaums ist typisch: Die Blätter sind glatt, glänzend und satt grün. Die einzelnen Blätter können bis zu zwölf Zentimeter lang werden und tragen zur kräftigen, vitalen Ausstrahlung des Baumes bei. Im Frühjahr und Sommer trägt der Baum zudem zahlreiche weisse Blüten, die nicht nur optisch ansprechend sind, sondern auch einen intensiven Duft verströmen, der stark an Eukalyptus erinnert. Dieser Duft ist frisch, klar und durchdringend, was ihn auch für die Gewinnung ätherischer Öle interessant macht. Die Früchte des Baumes sind kleine, verholzte Kapselfrüchte, in denen sich der Samen befindet. Neben seinem botanischen Namen ist der Baum auch unter dem volkstümlichen Namen «Silberbaum-Myrtenheide» bekannt.

Nahaufnahme der Holzfaserung eines Cajeput-Strauches

Ätherisches Öl Profil

Der Duft des Cajeputöls ist vielschichtig und lebendig. Er erinnert stark an Eukalyptus, besitzt aber darüber hinaus eine feine, würzige Nelkennote, die dem Aroma eine gewisse Tiefe verleiht. Teilweise wird der Duft auch als «teebaumartig» beschrieben, was nicht überrascht, da der Cajeputbaum mit dem Teebaum eng verwandt ist. Insgesamt lässt sich der Duft als frisch, krautig und klar bezeichnen, es hat aber auch kampferartige und fruchtige Untertöne, die ihm eine warme, angenehme und zugleich belebende Kraft verleihen. Der Duft gilt als erfrischend. Er vermittelt Reinheit, Klarheit und Vitalität. In Bezug auf das äussere Erscheinungsbild weist das Cajeputöl eine Farbe auf, die von blassgelb bis hin zu einem leicht grünlichen Ton reicht. Diese Färbung variiert je nach Erntezeitpunkt und Herkunft des Pflanzenmaterials.

Anwendungsbereiche

Das Öl ist besonders bekannt für seine klarheitsfördernde Eigenschaft auf den Geist: Es hilft in Momenten der Unsicherheit und Orientierungslosigkeit, bringt Licht in verwirrte Gedanken und unterstützt die innere Ausrichtung. Zudem fördert es die Konzentration und hilft dabei, sich auf neue Lebenssituationen einzulassen. Menschen, die unter Antriebslosigkeit leiden, können von der belebenden Kraft des Öls profitieren, denn es ist aktivierend und kräftigend.

Darüber hinaus kann Cajeputöl bei seelischen Belastungen und emotionalen Verletzungen unterstützen. Es eignet sich, um neue Energie zu schenken und begleitet das emotionale Gleichgewicht.

Eigenschaften

reinigend, konzentrationsfördernd, anregend, klärend

  • anregend und aktivierend
  • fördert klares Denken & die Konzentration
  • reinigt und klärt die Raumluft
  • bei geistiger und körperlicher Ermüdung
  • als mildes Winter- und Saunaöl bestens geeignet

Gewinnung

Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Dabei werden die frischen, noch nicht getrockneten Zweige und Blätter des Cajeputstrauchs verarbeitet.

Badewanne in einem hellen Badezimmer vor einem Fenster und draussen sind Nadelbäume mit Schnee darauf

DIY-Idee

Winterbad

  • 5 Tropfen ätherisches Öl Cajeput
  • 2 Tropfen ätherisches Öl Teebaum
  • 2 Tropfen ätherisches Öl Rosmarin Cineol
  • 3 Esslöffel Sesamöl oder einen halben Becher Rahm

Sesamöl oder Rahm mit den ätherischen Ölen mischen und ins einlaufende Badewasser geben. Tut gut und befreit während den Wintermonaten.


Abwehrstark

durch die Winterzeit


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