Räuchern – eine Weltreise für die Sinne


Das Räuchern ist eine uralte Tradition, welche in der ganzen Welt in den verschiedensten Kulturen praktiziert wird. Jede Kultur hat dabei ihr eigenes Räucherwerk und Rituale mit eigenen Bedeutungen. Wir verwenden Kräuter, Harze, Blütenblätter, Nadeln, Gräser und vieles mehr was die Natur zu bieten hat, sowie entsprechende Mischungen. Die als Räucherwerk verwendeten Pflanzenteile wirken unterstützend auf Rituale und helfen den Menschen, ihre körperlichen, seelischen und geistigen Themen zu bewältigen.

Farbige Formen in Rauchform und im Hintergrund ein hellbrauner Untergrund mit vielen dunklen Flecken darauf.

Die Räucherdüfte sind Balsam für unsere Seele und Sinne. Die Duftmoleküle gelangen durch die Nase direkt ins limbische System, in einen sehr alten Teil des menschlichen Gehirns. Dort wirken sie unmittelbar auf die Psyche, die Emotionen, auf Erinnerungen und auf das vegetative Nervensystem. Beim Räuchern werden die ureigenen Pflanzenkräfte freigesetzt.

Jeder Mensch macht mit dem Räuchern eigene Erfahrungen. Es geht darum, für sich persönlich das passende Räucherwerk zu finden, welches einen im spezifischen Moment auf dem persönlichen Weg begleiten kann. Dabei darf man sich ruhig auf seine Intuition verlassen und etwas Neues ausprobieren.

Gelegenheiten zum Räuchern

Raunächte

Sehr bekannt ist das Räuchern in den 12 Raunächten zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar. Es handelt sich um die geheimnisvollste Zeit des Jahres, die Zeit zwischen dem ausklingenden und dem neu beginnenden Jahr.

Reinigung von Räumen

Nach einem speziellen Ereignis in Räumlichkeiten oder auch nach einem Umzug ist es normal, dass wir einen Raum putzen. Mit dem Räuchern können die Energien, welche im Raum präsent sind, verändert und gereinigt werden. Sehr gut kann auch ein Frühlingsputz durch das Räuchern begleitet werden. Ein guter Räucherduft hilft auch gleich einen neuen frischen Duft in die frisch geputzten Räume zu bringen.

Weiterer Tipp für den Frühlingsputz

Beim Frühlingsputz kann man nicht nur den Schmutz des Winters hinter sich lassen, sondern auch die Gedanken des dunklen Winters loslassen und sich frei machen für neue Gedanken im Frühling. Dazu kann man zum Reinigen einen «Losslass-Zettel» schreiben mit etwas, was man hinter sich lassen will. Die innere Bereitschaft, dieses loszulassen, wird durch das Verbrennen des Zettels unterstützt. Danach harmonisiert man mit dem Räuchern den Raum und sich selbst und bereitet alles darauf vor, um Neues, das man wieder auf einen Zettel schreiben und verbrennen kann, entstehen zu lassen.

Entscheidungen im Leben

Tagtäglich müssen wir kleine Entscheidungen in unserem Leben treffen. Manchmal jedoch stehen auch grössere Änderungen an. In diesem Moment zur Ruhe zu kommen, sich und seinem Geist Klarheit verschaffen, wo der Weg durchgehen soll, kann mit einem Räucherritual unterstützt werden.

Abschiede begleiten

Seien es Abschiede von Menschen oder auch von Lebensumständen, Trennungen, das Räuchern hilft mit, dass die Seele diese Veränderungen annehmen und verarbeiten kann.

Feste feiern

Früher wurden wichtige Gäste mit einem guten Räucherduft geehrt. Räuchern kann man sehr gut in einer gemütlichen Runde mit Freunden und Familie, während man sich spannende Geschichten erzählt oder wichtige Themen diskutiert.

Ich-Zeit

Wir kennen es alle in der heutigen Zeit. Zeit ist überall zu knapp und die Zeit für sich selbst, ist meist am knappsten. Sich ab und zu eine Auszeit nehmen, sich zurückziehen und sich mit der Unterstützung eines Räucherrituals mit Fragen auseinandersetzen wie z.B.: Wo will ich hin, was beschäftigt mich, was kann ich nicht loswerden, wo blockiere ich mich selbst? Dies kann zu einem energiebringenden Ritual werden.

Ein Räucherstövchen, eine Truthahnfeder, Kohle mit einer Kohlenzange und Teile einer Räuchermischung stehen auf einem Betonboden.

Material für den Start

Um mit dem Räuchern zu starten, braucht es keine grosse, teure Ausrüstung. Je häufiger ein Räucherritual durchgeführt wird, desto angenehmer wird es jedoch mit einigen Anschaffungen.

Feuerfestes Gefäss

  • Idealerweise eine Räucherschale aus hochgebranntem Steinzeugton
  • In dieses Gefäss Sand oder Erde geben für die Verbindung zu «Mutter Erde» und Hitzeverteilung
  • Je nach Grösse der Räucherschale wird diese heiss. Es muss auf einen feuerfesten Untergrund geachtet werden.

Hitze

  • Vorsicht: Die Räucherkohle erreicht eine Hitze von mehreren hundert Grad und glüht über ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde.
  • Ideal eignen sich selbstentzündende Räucherkohlen welche eine Anzündhilfe (z.B. Salpetersäure) enthalten, welche den Startprozess unterstützt.
  • Da die Räucherkohle sehr heiss wird, braucht es eine Räucherkohlezange, um diese zu halten.
  • An einem Feuer kann auch ein wenig Glut direkt vom Feuer verwendet werden oder ein sehr heisser Stein direkt aus dem Feuer. Diese Hitze steht jedoch nicht sehr lange zur Verfügung.

Räucherware

  • Getrocknete Kräuter und Harze oder andere trockene Pflanzenteile
  • Gekauft oder eigenes Sammelgut

Verteilung des Rauchs

Um den Rauch in der Umgebung zu verteilen, wird häufig eine Vogelfeder (z.B. Truthahn) verwendet. Es kann aber auch ein Fächer oder die eigene Hand verwendet werden.

Räucher- & Aroma-Duftlampe

Nebst dem Räuchern mit Räucherkohle, gibt es die sanfte Alternative mit einer Räucher-Duftlampe, auch Räucherstövchen genannt, zu räuchern. Wenn die sanfte Duftverteilung von Räucherwerk in einem Raum gewünscht ist, bietet diese Form eine einfache Alternative ohne grossen Zeitaufwand. Die Wärme wird durch ein Teelicht erzeugt.

Zu beachten: Es gibt Räucher-Duftlampen mit Sieb, Metallplatte und/oder mit Glasschale. Auf dem Sieb dürfen keine Harze geräuchert werden. Diese verflüssigen sich, tropfen in die Kerzenflamme und entzünden sich. Die Räucher-Duftlampe mit dem brennenden Teelicht nicht unbeaufsichtigt lassen, sowie ausser Reichweite von Kindern und Tieren aufstellen. Das Sieb und das Glas müssen nach dem Räuchern gut gereinigt werden, ansonsten gibt es eine Vermischung zwischen den Rückständen der verschiedenen Räucherwaren.

Räucherschale mit Sand gefüllt, darauf eine weisse Kohle und ein Räucherharz, welches eine Rauchfahne von sich gibt.

Anleitung fürs Räuchern

Vorbereitungen

  • Ziel des Räucherns definieren, Raum suchen (draussen oder drinnen – Achtung Rauchmelder)
  • Schale mit trockenem Sand oder Erde füllen und auf geeignetem Untergrund platzieren
  • Räucherkohle starten, warten bis diese genügend heiss ist
  • Räucherwerk auflegen. Während der ganzen Glühzeit der Kohle kann Räucherwerk nachgelegt werden oder auch auf ein weiteres Räuchergut gewechselt werden. Einsteiger sollten nicht mehr als 2 – 3 verschiedene Substanzen nacheinander verwenden.

Während des Räucherns

Während des Räucherns kann man je nach Anlass z.B. meditieren oder einfach einen Ruhemoment geniessen. In diesem Moment kann man bewusst seinen Körper und Geist wahrnehmen und sich darauf achten, wo in Körper und Geist, welche Veränderung spürbar wird. Häufig ist das Räuchern mit einem bewussten Thema oder einer Fragestellung verbunden. Es ist der Moment sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.

Raum

Es ist möglich in geschlossenen Räumen zu Räuchern (Vorsicht Rauchmelder!) oder auch draussen in der Natur. In geschlossenen Räumen kann sich der Rauch stärker ansammeln und entfalten, je nach Sensibilität kann dies aber auch zu stark sein. Rituale mit dem Ziel sich besser zu erden und Ruhe zu finden, können durch die Natur, z.B. in einem Wald unterstützt werden. Wichtig ist es, sich zu fragen, was das Ziel des Räucherns ist und wo man sich wohl fühlt. In geschlossenen Räumen auf Haustiere und Kinder achten. Wenn sie die Möglichkeit haben den Raum selbst zu verlassen, ist deren Anwesenheit kein Problem. Ansonsten einen anderen Raum wählen.

Dosierung

Beginnen Sie mit einer kleinen Menge des Räucherguts. Eine Prise auflegen und genügend Zeit abwarten. Der Rauch steigt zuerst an die Decke hoch und kommt danach wieder wie ein «Rauchregen» nach unten. Je nach Raumhöhe und Raumgrösse kann es einen Moment dauern bis der Rauch den Raum geflutet hat. Bei Bedarf kann immer noch mehr Räuchergut nachgelegt werden. Bei Kräutern und Kräutermischungen ist die ideale Menge eine Prise, bei den Harzen ein kleines Stückchen. Der Rauch kann mit einem Hilfsmittel, wie einer Feder oder einem Fächer zu sich hingezogen oder im Raum verteilt werden. Dabei soll jede Person selbst entscheiden wie viel Rauch sie möchte und für sie gut ist.

Nach dem Räuchern

Wenn die Kohle nach dem Räuchern verglüht und vollständig abgekühlt ist, die Asche aus dem Sand nehmen. Wenn mit dem Räuchern etwas losgelassen oder verabschiedet wurde, ist es sinnvoll den Sand oder die Erde komplett auszutauschen.

Was kann passieren?

Vorsicht Feuergefahr: Die Kohle wird sehr heiss, auch die Schale kann sich erhitzen. Auf einen feuerfesten Untergrund achten. So lange Glut vorhanden ist, die Kohle oder das Bündel nicht unbeaufsichtigt lassen. Vorsicht vor Verbrennungen beim Umgang mit der heissen Kohle. Bei zu viel verschiedenen Räucherwaren oder zu langem Räuchern, können Kopfschmerzen auftreten. In dem Fall den Raum gut lüften und einen Spaziergang an der frischen Luft machen. Durch den Effekt auf Seele und Geist kann das Räuchern unruhige Gedanken und angeregte Träume verursachen. Je nach Räucherwerk kann eine Melancholie, Ängste, Schweissausbrüche oder auch übermässige Freude auftreten. Diese Stimmungen müssen dann in Ruhe verarbeitet werden. Wenn jemand sich diese Zeit der Verarbeitung nicht nehmen will oder kann, sollte auf das Räuchern in diesem Moment verzichtet werden.

Palo Santo Räucherwerk von Aromalife steht neben einer Räucherschale auf einer Halterung, in der von einem Bündel Salbei Rauch aufsteigt.

Umgang mit der Räucherkohle

Die Räucherkohle ermöglicht es über ca. eine halbe bis dreiviertel Stunde Räucherwerk zu verglühen. Damit die Räucherkohle einfach verwendet werden kann, enthält sie eine Startchemikalie, damit sie sich rasch entzündet. Deshalb muss sie IMMER trocken gelagert werden. Einmal feucht, kann sie nicht mehr angezündet werden.

Tipp: Wer sich am Startgeruch des Selbstentzünders stört, kann die Kohle draussen anzünden und danach die Kohle mit dem Räuchergefäss nach drinnen tragen oder nochmals kurz durchlüften bevor das Räucherwerk aufgelegt wird.

  1. Räucherkohle mit geeigneter Räucherkohlezange halten. Der Bauch schaut nach unten und die Vertiefung ist oben.
  2. Kohle von unten in der Mitte anzünden bis erste Funken sichtbar sind. Räucherkohle in der Luft halten bis über den oberen Rand hinaus Funken sprühen.
  3. Kohle auf die Erde oder den Sand legen und warten bis die ganze Kohle weiss überzogen ist. Dann ist die ideale Temperatur zum Auflegen des Räucherwerks erreicht. Achtung: Harze können die Glut ersticken, nur kleine Stückchen verwenden.
  4. Die Kohle braucht genügend Zeit, um auszukühlen. Anschliessend korrekt entsorgen.

Anzünden der Kohle

  1. Kohle mit Räucherzange halten und mit Feuerzeug anzünden.
  2. Warten, bis sich die Ascheschicht auf der Kohle komplett gebildet hat.
  3. Nach ca. 10–15 Minuten ist die Kohle bereit zum Räuchern.

Umgang mit dem Räucherbündel

Die Räucherbündel sind für Ausräucherungen von Räumen und auch für viele weitere Rituale, vor Allem auch draussen in der Natur, sehr beliebt. Sie erzeugen rasch viel Rauch.

  • Räucherbündel so halten, dass die Spitze nach oben schaut.
  • Spitze anzünden (über Kerze oder mit Feuerzeug)
  • Feuer sanft ausblasen, so dass das Bündel nur noch glüht
  • Wind und Fächern verstärken die Glut
  • Wenn Sie nicht das ganze Bündel brauchen, stecken Sie es mit der Glut voran in den Sand oder in Erde bis es komplett erloschen ist.

Auswahl des Räucherwerks

Es gibt die Möglichkeit mit einzelnen Kräutern und Harzen zu arbeiten oder Räuchermischungen zu verwenden. Jede Person hat ihre eigenen Vorlieben und eigene Themen und Ziele, welche mit dem Räuchern angegangen werden. Es gibt viele Bücher, welche die einzelnen Räucherwerke beschreiben. Als Einstieg sind Mischungen ideal, welche zu bestimmten Themen zusammengestellt wurden.

Die Aromalife Räuchermischungen werden von Marc Gloor zusammengestellt. Während Begegnungen mit grossen Medizinmännern baute er sich über viele Jahre grosses Wissen auf. Seine Lehrzeit führte ihn zu den Räucherkräutern, die er nach traditioneller Art verarbeitet. Seit er das Geschenk der heiligen Pfeife der Lakota bekommen hat segnet er alle seine Räucherkräuter und Mischungen. Sie erhalten dadurch eine ganz spezielle Kraft.

Einzelbeschreibungen

Es ist uns ein Anliegen, dass die Kräuter von höchster Güte, mit Respekt geerntet und mit grösster Sorgfalt verarbeitet sind. Alle hier beschriebenen Produkte werden im Herkunftsland von Hand gesammelt und von Marc Gloor kontrolliert, sortiert und abgefüllt.

Räuchermischungen

In der Handhabung sind Räuchermischungen einfach und praktisch. Sie können mit kleinem Aufwand grosse Wirkungen erzielen. Die Räuchermischungen von Marc sind immer themengerecht zusammengestellt. Meist bestimmt er ein oder zwei Kräuter oder Harze zum Mittelpunkt der Mischung. Die weiteren beigemischten Räucherkräuter verstärken und unterstützen die gewünschte Wirkung.

Da ein feiner Duft viel zur Freude an einer Mischung beiträgt, rundet Marc Gloor die Räuchermischung mit einer passenden, besonders wohlduftenden Substanz ab. So sind diese Mischungen professionell und mit viel Liebe zu einem Genuss für Nase und Wohlbefinden harmonisch zusammengestellt. Für eine optimale Wirkung sind alle Räuchermischungen extra fein zerrieben.

Unsere Qualitätsstandards für Räucherware orientieren sich an folgenden Grundsätzen

  • Herkunft und Transparenz
    Wir beziehen unsere Räucherware aus verschiedenen Regionen der Welt, darunter etwa Palo Santo direkt aus Ecuador oder weisser Salbei aus New Mexico (USA). Bei der Auswahl unserer Bezugsquellen legen wir grossen Wert auf langjährige, vertrauensvolle Beziehungen sowie auf Transparenz bezüglich Herkunft und Gewinnung.
  • Schonende und nachhaltige Gewinnung
    Wo immer möglich und sinnvoll stammen die Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder aus nachhaltiger Wildsammlung. So wird z. B. für unser Palo Santo kein Baum gefällt, es werden ausschliesslich natürlich umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste verwendet. Auch bei anderen Harzen und Kräutern achten wir darauf, dass die Ernte umweltschonend und ressourcenerhaltend erfolgt.
  • Sorgfältige Auswahl
    Unsere Räucherwaren werden sorgfältig geprüft, insbesondere auf:
    • Frische und Reinheit des Geruchs
    • Natürliches Erscheinungsbild der Rohstoffe
    • Fehlen von künstlichen oder chemischen Zusätzen
    • Sauberkeit und Fremdstofffreiheit (z. B. keine Rückstände, keine Verunreinigungen)
  • Tradition und Handarbeit
    Viele unserer Produkte werden nach traditionellen Verfahren hergestellt.
  • Verzicht auf Zusatzstoffe
    Unsere Produkte enthalten keinerlei synthetische Duftstoffe, Bindemittel oder andere chemische Zusätze. Die Natürlichkeit der Produkte ist für uns zentral.

Zusammenfassend sind unsere Räucherwaren 100 % natürlich, fair gehandelt und sozial verantwortungsvoll produziert, in liebevoller Handarbeit abgefüllt für höchste Qualität.

Räuchern in verschiedenen Kulturen

Verschiedene Räucherstoffe wurden in den verschiedenen Kulturen verwendet, um beispielsweise:

  • Kontakt zu den Welten der Götter herzustellen
  • Übergangsphasen im Leben zu begleiten, z.B. Sterbebegleitung
  • Kontakt zu den Vorfahren herzustellen
  • Meditationen zu unterstützen
  • Gebete zu verstärken
  • Die hygienischen Verhältnisse zu verbessern
  • Wirkungen im medizinischen Bereich zu erzielen
  • Lebensmittel zu konservieren
  • Liebe und Liebesbereitschaft zu erzeugen
  • Gäste zu zelebrieren
  • Vergnügen und Zufriedenheit zu fördern

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