Produktewissen, Anwendung und Sicherheit
Grundlagen & Qualitätsmerkmale von ätherischen Ölen
Aromatherapie ist die Anwendung ätherischer Öle, um das körperliche, seelische und geistige Wohlbefinden zu fördern.
Sie sollten 100 % naturrein sein und Angaben zu botanischem Namen, Pflanzenteil, Herkunft, Anbau (Bio oder Wildsammlung) sowie Gewinnungsart enthalten. Qualitätsöle werden chargenkontrolliert und analytisch geprüft. Transparenz ist dabei ein verlässliches Zeichen für hohe Qualität.
Die Bezeichnung «BIO» steht für ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Anbau. Das bedeutet, dass die dafür verwendeten Pflanzen ohne synthetische Pestizide oder Dünger kultiviert wurden. Das BIO-Siegel der bio.inspecta bestätigt zudem die Rückverfolgbarkeit und Qualität gemäss der geltenden Bio-Verordnung.
Naturprodukte unterliegen leichten Schwankungen: Erntezeit, Klima und Herkunft können den Duft beeinflussen. Jede Charge ätherischen Öls besitzt ein einzigartiges Aromaprofil, das ein deutliches Qualitätsmerkmal natürlicher Öle ist.
Die Preise richten sich nach Verfügbarkeit, Ertrag und Aufwand der Ölgewinnung. Hochpreisige Öle stammen häufig aus seltenen oder besonders blütenreichen Pflanzen, wie etwa Rose, die nur einen geringen Ertrag liefern. Günstigere Öle wie Orange oder Eukalyptus sind in grösseren Mengen verfügbar und einfacher herzustellen.
«Naturrein»: aus 100 % natürlichen Quellen, unverfälscht. «Natürlich»: Bestandteile natürlichen Ursprungs (kann aber gemischt oder bearbeitet sein). «Synthetisch»: im Labor künstlich hergestellt. Wir setzen auf naturreine Öle höchster Qualität.
Nicht alle Pflanzen enthalten genug Öl für eine Gewinnung. Manche Düfte lassen sich nur synthetisch oder als Absolue (Lösungsmittel-Extraktion) herstellen. Faktoren wie Ertrag, Anbau und Aufwand entscheiden, ob ein ätherisches Öl produziert werden kann.
Für den Einstieg empfehlen wir milde, vielseitig einsetzbare Öle wie Lavendel-, Zitronen- oder Eukalyptus Radiataöl (evtl. auch Pfefferminzöl). Diese Basisöle decken die wichtigsten Bereiche wie Entspannung, Frische und Fokussierung ab und eignen sich perfekt, um erste Erfahrungen in der Aromatherapie zu sammeln.
Damit sind unsere beliebtesten 30 ätherischen Öle gemeint. Diese Öle werden am häufigsten verwendet und empfohlen – ideal, um die Aromatherapie kennenzulernen.
Sicherheit im Umgang mit ätherischen Ölen
Wir empfehlen verdünnte Anwendungen bei Kinder ab 3 Jahren. Lass dich vor Anwendungen von ätherischen Ölen bei Kindern unter 6 Jahren durch eine Fachperson beraten.
Zitrusöle, Pfefferminze, Eukalyptus und Gewürzöle nur stark verdünnt verwenden und sparsam dosieren. Kinder reagieren intensiver auf Düfte. Beginne mit sehr wenigen Tropfen und beobachte, wie dein Kind darauf reagiert.
Schwangere und stillende, sollten nur in dieser Zeit für sie geeignete ätherische Öle anwenden, max. 1 % Mischungen und dies unter fachlicher Beratung.
Kaltgepresste Zitrusöle wie Bergamotte, Limette, Grapefruit oder auch Angelikaöl können die Haut lichtempfindlich machen. Daher nur verdünnt anwenden und nach der Anwendung direkte Sonne oder UV-Strahlung meiden.
Wir empfehlen verdünnte Anwendung. Ätherische Öle sind hochkonzentriert; unverdünnt können sie Hautreizungen verursachen. Für die meisten Öle gilt: vor dem Auftragen mit einem Basisöl mischen und zunächst an einer kleinen Hautstelle testen.
Anwendung von ätherischen Ölen
Einige Naturstoffe (z. B. in Zitrusölen oder Balsamharzen) können bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen. Lies bei Allergien vor der Anwendung die Inhaltsstoffliste aufmerksam durch oder frag uns für eine Beratung.
Wir empfehlen die Einnahme nicht. Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Ohne ausgewiesene Lebensmittelqualität und fachkundige Beratung bitte nicht innerlich anwenden.
Ja, aber immer gut verdünnt (z. B. in Vollrahm, Honig oder Badeöl emulgiert) ins Badewasser geben. Unverdünnte Öle schwimmen auf der Wasseroberfläche und können zu Hautreizungen führen. Für einen Badezusatz 2 EL pro Vollbad mit 4-10 Tropfen ätherischen Ölen beduften.
Bei unseren DIY-Ideen findest du spannende Anwendungen mit Badewasser.
Einige Tropfen Lavendel- oder Zitronenöl im Waschmittel können der Wäsche einen frischen Duft verleihen. Achte darauf, echte ätherische Öle zu verwenden, und dosiere sparsam, damit keine Flecken entstehen.
Ja. Starte mit 2–3 Ölen und wenigen Tropfen, rieche an einem Teststreifen und passe schrittweise an. Notiere dir Mischverhältnisse, damit du Lieblingsmischungen reproduzieren kannst.
Bei unseren DIY-Ideen findest du inspirierende Mischverhältnisse.
Aufbewahrung, Haltbarkeit & technische Details
Ätherische Öle sind empfindlich gegenüber Licht, Luft und Hitze. Lagere sie daher an einem kühlen, trockenen Ort und bewahre sie bei gleichbleibender, niedriger bis Zimmertemperatur auf. Ungeöffnet können sie bei richtiger Lagerung mehrere Jahre halten.
Nach dem Öffnen solltest du die Öle zügig verbrauchen. Die Haltbarkeit variiert je nach Öltyp, wobei Zitrusöle und ätherische Öle wie Koniferen oft innerhalb von 12 Monaten verwendet werden sollten. Teebaum-, Mandarine- und Orangenöl sollten innerhalb 6 Monaten verwendet werden. Bei diesen Ölen ist es ratsam, das Öffnungsdatum auf dem Etikett zu notieren, um den Verbrauch besser im Auge zu behalten. Achte zudem auf die MHD- oder Chargenangaben auf der Verpackung.
Ätherische Öle verdunsten unterschiedlich schnell. Zitrus- und Nadelöle gehören zu den Kopfnoten und verfliegen besonders rasch. Holz-, Harz- und Gewürzöle sind Basisnoten und halten deutlich länger an. Deshalb nimmst du manche Düfte schneller nicht mehr wahr, während andere länger präsent bleiben.
Ca. 20 - 25 Tropfen, abhängig von Viskosität und Tropf-Einsatz. Unsere 5 ml Fläschchen enthalten rund 100 - 150 Tropfen. Beachte: Die Tropfengrösse kann variieren, daher sollte die Dosierung immer nach Gefühl und in kleinen Mengen angepasst werden.
DIY & Kreatives
Richtwerte: 0.5 % für Gesichtspflege, 1 % für Körperpflege. Beispiel: 2 Tropfen auf 10 ml Basisöl entspricht ca. 1 %. Tropfengrössen variieren – stets vorsichtig dosieren.
Aufgrund fehlender Konservierung ist die Haltbarkeit begrenzt. Am besten mischst du nur kleine Mengen und verbrauchst DIY-Produkte innerhalb weniger Wochen. Bei Auffälligkeiten wie z. B. verändertem Geruch bitte nicht mehr verwenden.
Am besten dunkle Glasflaschen (Braunglas) verwenden, da sie das Öl vor Licht schützen. Tropfeinsätze, Sprühköpfe oder Pipetten sollten nur passend zum Inhalt genutzt werden (z. B. Pipette für Öl, Sprühkopf für Raumspray). Vor der Wiederverwendung Flaschen mit Alkohol reinigen und gut trocknen lassen.
Neutrale fette Öle wie Jojoba-, Mandel- oder Aprikosenkernöl eignen sich als Basis zum Mischen. Auch unsere Aromalife Pure Linie bietet dir neutrale Grundlagen für die Herstellung deines eigenen Duschgels, Bodylotion, Körperöls, Raumsprays, Badesalz oder Parfumsprays.
Trage die Mischung vorsichtig auf die gewünschte Stelle (z. B. Handgelenk, Solarplexus, Schläfe) auf. Drücke nicht zu fest, ein leichtes Rollen genügt, um die Mischung aus fettem Körperöl und ätherischen Ölen sanft auf der Haut zu verteilen. Anschliessend sanft einmassieren oder einziehen lassen.
Idealerweise trägst du das Körperöl nach dem Duschen oder Baden auf die noch leicht feuchte Haut auf. Massiere es mit kreisenden Bewegungen ein, damit es gut einzieht und deine Haut geschmeidig pflegt.
Vernebler, Raumsprays und Duftsteine
Einige Stunden bis wenige Tage, je nach Öl und Raumgrösse. Du kannst jederzeit nachdosieren, sobald du den Duft nicht mehr wahrnimmst. Beginne mit 2–3 Tropfen und füge bei Bedarf mehr hinzu.
Überall dort, wo du schnell für frischen Duft sorgen möchtest, Z. B. im Wohnzimmer, Büro, Badezimmer oder Auto. Kurz schütteln und 2 - 3 Sprühstösse in die Luft geben. Nicht direkt auf die Haut sprühen (dafür sind Körpersprays gedacht) und Sprühnebel nicht einatmen.
Beide Sprays enthalten ätherische Öle, aber ihr Einsatzbereich ist unterschiedlich. Aromasprays sind vielseitig einsetzbar und können zur Beduftung von Räumen, Textilien oder auch deiner Yoga-Matte verwendet werden. Raumsprays hingegen sind primär für die schnelle Beduftung von Räumen gedacht.
Ja, du kannst mehrere Öle kombinieren. Starte mit 2–3 Tropfen pro Sorte und teste, ob dir die Mischung gefällt. Achte darauf, nicht zu viele intensive Öle gleichzeitig zu mischen.
Ja, z. B. auf Balkon/Terrasse. Draussen verfliegt der Duft schneller; stelle das Gerät windgeschützt auf und achte auf Strom/Powerbank. Gerät vor Regen schützen.
Lies die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch. Du findest darin auch weiterführende Informationen zur Problembehebung und/oder die Kontaktangaben des Herstellers.
Lies die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch. Du findest darin auch weiterführende Informationen zur Reinigung und Pflege deines Gerätes.
Pflanzenwasser/Hydrolate
Die Mindesthaltbarkeit ist 3 Jahre. Wir empfehlen, die mit Sprühkopf luftdicht verschlossene Flasche nicht durch abschrauben zu öffnen und wenn möglich das Pflanzenwasser im Kühlschrank zu lagern.
Hydrolate (Pflanzenwasser) fallen bei der Destillation ätherischer Öle an. Du kannst sie als sanften Duftspray, als Gesichtswasser oder in DIY-Kosmetik verwenden – Hydrolate sind mild, müssen nicht verdünnt werden und eignen sich auch für Kinder und Empfindliche.
Ja, Pflanzenwasser sind sanfte Produkte und eignen sich hervorragend als Kissenspray. Besonders Lavendel- oder Rosenhydrolat sind dafür sehr beliebt.
Kissensprays basieren auf Hydrolaten oder Alkohol-Wasser-Mischungen mit ätherischen Ölen. Wichtig ist auch eine praktische Sprühflasche sowie ein Duftprofil, das zu deinem Schlafritual passt.
Umgang mit Räucherwerk
Räucherwerk wird traditionell zur atmosphärischen Reinigung, Entspannung oder in Zeremonien eingesetzt. Die Düfte schaffen eine besondere Stimmung, ob zur Meditation, beim Yoga oder einfach, um einen angenehmen Raumduft zu geniessen.
Mehr zum Thema Räucherwerk erfährst du in unserer Themenwelt.
Zum Räuchern von Harzen und Kräutern benötigst du eine feuerfeste Schale, idealerweise mit Sand gefüllt und auf einem Untersetzer platziert, sowie Räucherkohle und eine Räucherzange zum Halten der Kohle. Für Räucherbündel oder -stäbchen reicht ein hitzebeständiger Halter oder eine Schale, die die Asche sicher auffängt.
Sehr vielfältige: getrocknete Kräuter (einzeln oder als Bündel/Smudge Sticks), Harze (z. B. Weihrauch, Myrrhe), Hölzer (wie Palo Santo) oder fertige Räuchermischungen. Jede Art hat unterschiedliche Düfte und Traditionen, probiere aus, was dir am meisten zusagt.
Am einfachsten startest du mit fertigen Räuchermischungen oder Räucherbündeln (Smudges) bzw. einem Räucherstövchen. Wenn du Harze auf Kohle verwendest, beachte, dass sie einen stärkeren Rauch entwickeln. Daher empfiehlt es sich, als Anfänger sparsam zu dosieren und gut für Belüftung zu sorgen.